Happy New Earth -Wasser und Kultur verbinden -
Nur >von Luft und Liebe leben? Das es nicht so einfach geht, ist
wahrscheinlich jedem von uns klar. Der Körper braucht neben
Nahung vor allem Wasser, eine Ressource, die ohne das es uns
so richtig bewusst wird immer knapper und knapper und teurer wird.
Doch auch die Seele braucht Nahrung, Kommunikation, Spiel, Theater und jemandem zum quatschen. Diese beiden Themen bot die Organisation MJC (Maison Jeune et
Culture) / Centre Social des Romains an in ihrem
Projekt Happy New Earth zu verbinden.
New Chance wurde um Teilnahme gebeten und durfte 4 Teilnehmer in das
südfranzösische Örtchen Annecy, nahe an Genf senden.
Am 9.Juli ging es los! Ausgerechnet um 21 Uhr, als Andrang und
Menschenmassen durch den Fussball beseelt am größten waren.
Über das Ergebnis wussten wir noch nichts, als wir am nächsten
Morgen unseren Schlafwagen verließen und in Genf von unseren, zum
Glück nicht allzu enttäuschten, Franzosen abgeholt wurden.
Im Laufe des Tages trudelten die restlichen Teilnehmer aus 9 der 10
Länder ein. Puhh, anstrengend sich die Namen, Gesichter und
Nationalität von immerhin 50 Gleichgesinnten aus Marokko,
Frankreich, Schweden, Israel, Tunesien, der Türkei, Deutschland, Jordanien und Portugal zu merken.
Von Anfang an ging es recht locker zu, bei den hochsommerlichen
Temperaturen aber auch niemanden zu verdenken.
Unsere Unterkunft war eine wirklich schöne und gut gelegene
Jugendherberge, umgeben von Grün und Bäumen, Terrasse und
Frühstück mit Bergblick, 200 m bis zum See...
Trotzdem waren wir viel Unterwegs, immer auf den Spuren des Wassers erkundeten
wir alte Wassermühlen, folgtem dem Lauf von Flüssen.
Nicht so toll, aber für viele ein großer Spass war das Fischen
von Wasserflöhen und anderem Viechzeugs. Was sonst so im Wasser
rum kreucht und fleucht, bzw. was besser rausgefischt wird, konnten
wir in einer Kläranlage beobachten.
Zwischen den Tagen unserer Arbeit, wir erstellten ein gutes und ein schlechtes
Totem zum Thema Wassser, malten ein großes Plakat über
Wasser aus unserer Sicht, gab es auch immer Entspannung und Freizeit.
Während die Einen, lieber Shoppen gingen, machte eine (kleinere) Gruppe eine
"Gipfelwanderung" und wären nicht dies blöden
Wolken gewesen, wir hätten mit Blick auf den Mont Blanc Essen
können...
Mehr als entschädigt wurden wir bei einem anschließendem Besuch
in einer Tropfsteinhöhle!!! , die wir mit Kletter- und
Bergbauausrüstung erkundeten. Dazu muss gesagt werden, dass es
keine Touristenabsteige war, kein Eintritt, keine Touristen, sondern
nur ein unscheinbares Loch im Felsen, dass allerdings 30 km weit in
den Berg führte. Ganz so weit waren wir nicht, nach knapp 500 m
stoppten wir in der Nähe eines unterirdischen Sees.
Abgerundet wurde das Projekt vom französischen Nationalfeiertag mit (einen
Tag später wiederholten) Feuerwerk, durch das unglaublich
leckere Essen in der Herberge und die vielen, vielen internationalen Abenden!
Das Ergebnis unserer Arbeit stellten wir im Anschluss an eine Diskussion
mit (Wasser)Experten in einer Ausstellung vor.
Happy New Earth, eine sehr schöne Art neue Freunde zu treffen und das
Wissen über Wasser etwas "aufzufrischen."
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